Nach den Entscheidungen in den Bezirksligen in Magdeburg, Dessau und Halle hatten sich sechs Mannschaften für die Finalrunden qualifiziert. Das Ergebnis aus den Bezirksligen wurde übernommen. Im Bezirk Magdeburg gab es, im doppelrundigen System eine sehr wichtige Partie: SG Einheit Staßfurt gegen die Schachzwerge Magdeburg 3:1.
Bei der ersten Finalrunde in Dessau, bei ausgezeichneten Spielbedingungen, dominierten diese beiden Teams mehr oder minder deutlich. Die Staßfurter lösten ihre Pflichtaufgaben gegen SK Dessau 93 II und die SG 2011 Sennewitz und trotzdem waren die Trainer des Favoriten nicht ganz zufrieden.

Etwas ausgeglichener verlief die Begegnung der Schachzwerge gegen den halleschen Bezirksmeister SV Roter Turm Halle. Die Hallenser verpassten die Chance zum 2:2 vor allem am Brett 4, wo es ähnlich wie am 3. Brett sehr wechselvoll zuging. Till Gollmann unterlag schließlich gegen Svenja Hoffmann, doch Marek Mischkewitz besiegte Sarah Heutling durch eine Unachtsamkeit. Er setzte einfach Grundreihenmatt! Und auch das 2. Brett war hier hart umkämpft. Marius Conrad, ständig mit gefährlichen Drohungen gegen Frederik Fiedler, fand das Matt in 2 und sorgte für den 3:1 Sieg der Schachzwerge.
Schon in Dessau rückte der Kampf um Platz 3 in den Mittelpunkt. In einer schnellen Runde 3 kam es zum direkten Vergleich der Gastgeber gegen den SV Roter Turm Halle. Nach anfänglichen leichten Vorteil für SK Dessau 93 I hatten die Hallenser, beim Stand von 1:1 Vorteile an den Brettern 2 und 3. Doch Frederik Fiedler übersah das Matt in 2 gegen Victor Widdel und so konnte Marek Mischkewitz nur noch ausgleichen. Sein Gegner bot einen Zug vor seiner Aufgabe noch Remis an (eine unsportliche Unsitte im u10 und u12 Bereich). Die Schachzwerge Magdeburg lösten die Aufgabe gegen SK Dessau 93 II sicher mit 3:1.
Eine Woche später trafen sich die 6 Mannschaften in den Räumen des halleschen Bezirksmeisters wieder. Bei erneut traumhaftem Wetter hatte der Gastgeber, der SV Rote Turm Halle die schwere Aufgabe, gegen die führenden Staßfurter zu spielen. Der DWZ-Unterschied an den Spitzenbrettern betrug fast 500 Punkte und so freuten sich die Gastgeber über den Brettpunkt an Brett 4. Till Gollmann gewann, nach 30 Minuten, durch ein Matt mit Springer und Dame, nach überlegen geführter Partie. Ein sehr wichtiger Punkt, wie sich später herausstellen sollte.
Überraschungen vorn? Fehlanzeige. Die Staßfurter Betreuer wussten schon recht schnell: „Das reicht!“ Und in der Tat, eine Vorentscheidung um Platz 1 war gefallen. Trotz des 3:1 Sieges der Schachzwerge gegen die SK Dessau 93 I. Eine sehr starke Angriffspartie spielte hier Anna Dornheim am 4. Brett. Die SG 2011 Sennewitz kam zum ersten Finalsieg gegen die SK Dessau 93 II. Hier gab es zwei interessante Bauernendspiele.

Doch die Spannung um Platz 3 blieb.
SK Dessau 93 (1) - SG Einheit StaßfurtSK Dessau 93 (1) - SG Einheit Staßfurt

Zunächst fiel aber rasch die Titelentscheidung und dies nun endgültig. Mit einer schnellen 3:0 Führung gegen SK Dessau 93 I konnten die Staßfurter nun endgültig jubeln. Ein wichtiges Ergebnis, auch für die Entscheidung um Platz 3.

vorn SG Sennewitz - Schachzwerge Magdeburg

Das klare 4:0 der Schachzwerge Magdeburg, schnell und ohne große Gegenwehr, gegen Sennewitz nützte nichts mehr.

SV Roter Turm - SK Dessau 93 (2)SV Roter Turm Halle - SK Dessau 93 (2)

Dann konzentrierte sich alles auf dem Kampf um Bronze. Für den Gastgeber stand nur ein hoher Sieg gegen die zweite Mannschaft der Dessauer zur Debatte. Allerdings wurde in dieser Runde bis auf zwei Ausnahmen wieder einmal viel zu schnell gespielt. Die Ausnahmen waren die Partie Emil Eulitz (SK Dessau 93 I) gegen Jakob Goldschmidt (SG Einheit Staßfurt) und Frederik Fiedler (SV Roter Turm) gegen Raphael Quauck (SK Dessau 93 II). Doch zunächst hatte Till Gollmann (SV Roter Turm) die dritte Finalpartie am 4. Brett gewonnen. Doch Till Baude sorgte mit seiner Niederlage am Spitzenbrett, in nur 29 Minuten, noch einmal für Spannung. Er ließ gegen Nikolai Schmelz viel zu viel zu, verlor schnell drei Bauern und musste dann, mit der Dame, noch einen gedeckten Bauern schlagen. Die Folge: Dameverlust und Aufgabe an Brett 1. Marek Mischkewitz löste die Probleme auf dem Brett mit starker Mattidee und der SV Rote Turm ging mit 2:1 in Führung. Nun mussten alle Teams auf die letzten beiden Partien warten. Zunächst machten die Staßfurter das 4:0 gegen Dessau perfekt. Der Trainer der Dessauer, Manfred Riechert, gratulierte mir schon früh, nach 40 Minuten, zu Platz 3. Aber Frederik Fiedler musste erst mal hart und lange kämpfen. Doch er machte es sehr gut und fand, im Turmendspiel das Matt zum 3:1 Sieg. Das bedeutete Platz 3 für den SV Roter Turm Halle, mit nur einem Brettpunkt Vorsprung in einem sehr spannenden Duell mit den enttäuschten Dessauern.

Doch: nach der Beschlusslage haben die Muldestädter im September die Chance zur Revanche oder es kommt das große unbekannte Superteam im Kampf um die zwei offenen Plätze für die DVM! Für mich ist dieses Zusatzturnier eine Missachtung der schachlichen Leistungen der Schachzwerge Magdeburg, des SV Roter Turm Halle und auch des SK Dessau 93 über eine ganze Saison!
Glückwunsch aber einem verdienten neuen Landesmeister und dem ersten DVM-Teilnehmer 2019: der SG Einheit Staßfurt!

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