Runde 3 und 4 der NDVM in Kiel

Lübeck bleibt ungeschlagen, strauchelt aber gegen Delmenhorst. Reideburg und Hamburg verkürzen den Abstand zur Spitze.

 

Erik Pahl gegen Tom Linus Bosselmann. Welche taktische Schönheit war Erik erlaubt?

Lars ter Stal gegen Florian Dietz. Praktisch direkt aus der Endspieluniversität aufs Brett. Welche Fortsetzung ist gewinnbringend für Schwarz?

Marius Fromm gegen Ian Joshua Buller. Präzision im Mittelspiel ist angesagt! Welches Manöver ist vielversprechend für Weiß?

Alva Glinzner gegen Stephan Ellert. Kaum noch Bauern, dafür jede menge Figuren auf dem Brett. Es sieht aus, als führen viele Wege für Weiß nach Rom. Wie gewann Alva?

Nachdem Hamburg in der Auftaktrunde deutlich gegen Borussia Lichtenberg verlor und es Reideburg gleichermaßen gegen Doppelbauer Kiel in Runde 2 erging, sah es zunächst danach aus, als wären fortan alle vorab getroffenen Prognose über Favoriten und Underdogs hinfällig.

Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Mit Blick auf die Tabelle nach Runde 4 zeigt sich, dass die Verluste in Runde 1 und 2 wohl doch nicht mehr als Artefakte waren, wie es ein Radiologe wohl formulieren würde. 

Was ist geschehen?

Zuerst einmal verpasste Lübeck die Chance, sich deutlich an die Tabellenspitze abzusetzten. Die Tatsache, aus den Begegnungen gegen Blankenese und Lehrte mit 8-0 Mannschaftspunkten herauszugehen, während die Konkurrenten jeweils einmal verloren, stimmte das Team optimistisch. Doch dabei hatten sie die Rechnung ohne die Brüder Pahl gemacht. In Runde 3 hieß es nämlich Lübecker SV gegen Delmenhorster SK. Erik und Theis Pahl, vom Delmenhorster SK, gewannen Brett 1 und 2 gegen Tom Linus Bosselmann und amtierenden Landesmeister U16 aus Schleswig-Holstein, Tilo Rietschel. Vor allem die Begegnung Erik gegen Tom ist sehr sehenswert, die Partie findet ihr hier. Kurzzeitig vom Glück verlassen kehrte dieses aber dann doch zu den Lübeckern zurück. Maximilian Rabe überschritt gegen Alva Glinzner an Brett 3 die Zeit und verlor in der Folge. Joa Max Bornholdt gewann schlussendlich noch gegen Mohamad Alhamid und sicherte damit zumindestens etwas zählbares für Lübeck. Delmenhorst kann jedoch zufrieden sein. 

Einen Tisch weiter hinten gewinnt Empor Berlin deutlich gegen Doppelbauer Kiel. Stefan Ellert gibt ein Remis gegen Henrey Grounev ab, die restlichen Kieler unterliegen den überzeugenden Berlinern. 

Und auch für Hamburg und Reideburg geht es wieder bergauf. Beide gewinnen ihre Begegnungen mit 3-1. Bis auf einen Sieg von Ben-Iven May gegen Heiko Klaas kann Rüdersdorf Hamburg nichts entgegensetzen, etwas besser läuft es für SK Nordhorn-Blanke gegen Reideburg. Die an 12 gesetzten können gleich zwei Partien gegen die zweitstärkste Mannschaft des Turniers in der Punkteteilung enden lassen. Jonathan Rudi gelingt es, einen halben Punkt gegen den 500 DWZ stärkeren Hugo Post zu erkämpfen, Inken Meijerink erreicht an Brett 3 sogar ein besseres Endspiel gegen den 300 Punkte stärkeren Marvin Hennig, mit Läufer gegen Springer und Mehrbauern für Inken. Schlussendlich kann es der Reideburger aber halten. Trotz guter Leistung von Nordhorn-Blanke also 3-1 für Reideburg und damit back in Business. 

Der Trend bleibt in Runde 4. Erneut geht Reideburg deutlich favorisiert ins Match, diesmal gegen Weiße Dame Hamburg. Die etwa ebenbürtigen Hugo Post und Florian Popist trennen sich gerechtfertigt nach einem ungleichfarbigen Läuferendspiel an Brett 1 mit Remis. Alle anderen Reiderburger gewinnen und machen das 3.5-0.5 klar.

Hamburg hingegen scored alles andere als Problemlos. Brett 1-3 trennen sich in der Begegnung gegen Delmenhorst remis. Brett 4 wird zu einem Krimi, der nervenaufreibender nicht sein könnte. Heiko Klaas, bis dato noch punktlos, mit Mehrbauern im Turmendspiel gegen Anton Fink. Trotz des immensen Drucks bleibt Heiko cool und holt den überaus wichtigen ganzen Punkt. Hamburg siegt knapp mit 2.5-1.5.

Sidefact: Mattnetz Berlin hängt seit 4 Runden an Tisch 5 fest und wechselt Runde für Runde nur die Seite. Luise Schnabel äußerte den Wunsch, auch gerne mal an einem Livebrett zu spielen. Vielleicht klappt es ja heute (Runde 5) mit einem Sieg gegen Blankenese. 

Lübeck baut seine Führung durch einen Sieg gegen Empor Berlin mit 2.5-1.5 weiter aus. 

Ein Blick auf die Tabelle:

Lübeck bleibt als einzige Mannschaft ohne Niederlage auf Titelkurs, jedoch dicht gefolgt von Empor Berlin auf der 2, HSK auf der 3 und Reideburg auf Rang 4, alle mit 6-2 Mannschaftspunkten. Delmenhorst spielt zwar überzeugend, doch können durch das Unentschieden gegen Lübeck und die Niederlage gegen Hamburg nicht ganz zur Spitze aufschließen und verweilen daher mit 5-3 MP auf Rang 5. Den gleichen Punktestand, jedoch mit schlechterer Feinwertung, weisen Lichtenberg auf der 6 und Kiel auf der 7 auf. Wir dürfen gespannt sein! Die komplette Tabelle, mit allen 17 Teams, gibt es hier.

Für Paarungen und Ergebnisse klickt bitte hier.

Alle folgenden Runden findet ihr im Live-Stream.

Euer Lukas Nagy

 

DVM 2019

 

lotto toto

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.