Aufgabenprofile der Vorstandspostionen

Mansfeld Gruppenbild normal schnittLange Zeit war unklar ob das Turnier überhaupt stattfinden darf, doch am Ende war das Glück auf Seite der Optimistischen: Der traditionelle Mansfelder Schachsommer fand letzte Woche als erstes Turnier der Republik nach Ausbruch des Coronavirus statt, was gleichermaßen Gäste von nah und fern in das historische Schloss zog. Außergewöhnlich gut besetzt und von internationalem Flair geprägt ließ die Teilnehmerliste auf ein spannendes Turnier hoffen, das wie immer in familiärer Atmosphäre ausgetragen wurde. Ein großer Dank geht hierbei an die Schachfreunde Hettstedt und das Organisationsteam um Enrico Kalliwoda und Dirk Michael, die das Turnier unter leicht erschwerten Bedingungen gewohnt professionell durchführten.

Und mittendrin in diesem Experiment – die Jüngsten unseres Landeskaders: Nach monatelanger Turnierabstinenz war der Auftakt insbesondere von Landestrainerin Tatjana Melamed und Leistungssportreferent Gedeon Hartge mit Spannung erwartet wurden. Dabei fiel das Ergebnis insgesamt durchwachsen aus: Einige werden sicherlich nicht ganz zufrieden gewesen sein, während andere ihr bisher bestes Turnier überhaupt spielten:

Teilgenommen hatte eine bunte Mischung aus sechs Vereinen: Michael Pikalow (USC Magdeburg), Anton Paul Kageler (SV Roter Turm Halle), Valentin Udelnov (Schachzwerge Magdeburg), Christian und Sebastian Haubold (SG Einheit Staßfurt), Magnus Kuhlmann (VfL Gräfenhainichen), Gustav Pölzin (USV Halle) und Jakob Nönnig (Schachzwerge Magdeburg).

Michael startete mit fantastischen 4/4 Punkten und fegte in den ersten zwei Tagen spielstarke Spieler wie FM Josip Gazin (DWZ: 2167) und Felix Schulte (DWZ: 2145) vom Brett. Leider verließ ihn das Glück am dritten Tag, als er sich erst dem späteren Turniersieger Stefan Maltezeanu und anschließend FM Joachim Solberg geschlagen geben musste. Durch einen souveränen Sieg am letzten Tag landete er auf einem starken 7. Platz und konnte ein DWZ-Plus von 88 verbuchen.

Ein weiterer Lichtblick des Turnieres war der elfjährige Valentin, der bis auf zwei Niederlagen gegen die 1. und 2. Platzierten des Turnieres keine Punkte abgab. Mit überragenden 5/7 Punkten erzielte er punktgleich mit Michael den 9. Platz und konnte sich den Preis für den besten Spieler unter DWZ 1800 sichern. Lange wird er solche Preise allerdings nicht mehr gewinnen können, denn durch sein DWZ-Plus von 102 Punkten ist die 1800 schon jetzt zum Greifen nahe.

Der neunjährige Gustav aus Halle spielte sein erstes Open und wurde auch gleich mit dem DWZ-Preis U1200 belohnt. Dabei besiegte er drei Gegner mit teilweise mehr als 1600 DWZ, was für sein erstes richtiges Turnier eine sehr starke Leistung ist. Als Belohnung gab es zusätzlich ein rekordverdächtiges DWZ-Plus von 113 Punkten, das für die Zukunft auf mehr hoffen lässt.

Die anderen Spieler konnten ihre Höchstleistung leider noch nicht abrufen – so richtig verübeln kann es ihnen aber keiner. Nach Monaten ohne Turnierpartien, normalem In-Person-Training oder regulärer Schule, lief die Umstellung erwartungsgemäß nicht bei allen problemlos. Warm gespielt sind jetzt aber hoffentlich alle, denn schon am 8. August geht es beim Prager Sommeropen für einige weiter. Wir wünschen dabei viel Erfolg!

Alle Ergebnisse gibt es wie immer unter www.kalliwoda.de.

Niklas Geue
Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Kinderschach

 

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