Turnierordnung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt
betreffend Landesjugendeinzelmeisterschaften (TO_LJEM)

(Stand: 18.05.2019)

Inhaltsverzeichnis

1       Geltungsbereich. 1

2       Zuständigkeit. 1

3       Spiel- und Startberechtigung. 1

4       Altersklassen. 2

5       Meisterschaften. 2

6       Spielregeln, Auslosung. 2

7       Schiedsrichter. 2

8       Streitfälle. 2

9       Platzvergabe. 3

10     Qualifikation. 3

11      Turnierspezifische Festlegungen. 3

12      Wertung bei Punktgleichheit. 4

13       Kosten und Unterkunft. 5

14       Gesonderte Festlegungen für den Supercup. 5

1        Geltungsbereich

Diese Turnierordnung gilt für alle von der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (LSJ S-A) durchgeführten Einzelturniere sowie für die daran direkt oder indirekt Beteiligten (Spieler, Turnierleitung, Betreuer und Zuschauer). Ist ein Sachverhalt in dieser Turnierordnung nicht geregelt, so gilt 1. die Regelung der Turnierordnung der Deutschen Schachjugend (DSJ) und 2. die Turnierordnung des Deutschen Schachbundes (DSB).

2        Zuständigkeit

Für die Organisation und Leitung der Turniere ist der Einzelspielleiter der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt zuständig.
Für die Betreuung der Jugendlichen sind die Vereinsbetreuer oder mitgereisten Eltern zuständig. Auf Antrag übernimmt der Landesbetreuer in Einzelfällen diese Aufgabe.

3        Spiel- und Startberechtigung

Alle Teilnehmer an Turnieren müssen beim Landesschachverband Sachsen-Anhalt angemeldet und bei der Deutschen Schachjugend für Sachsen- Anhalt spielberechtigt sein. Der zuständige Passstellenverantwortliche kann eine vorläufige Spielberechtigung ausstellen, sofern noch keine Eintragung besteht. Dies muss bis zum vom Einzelspielleiter der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt festgelegten Meldetermin der Bezirke geschehen sein. Startberechtigt sind nur Spieler, die zum vom Einzelspielleiter festgelegten Termin von den Bezirken mit Name, Vorname Geburtsdatum und Anschrift mit Mailadresse und/oder Telefon gemeldet wurden (auch die Vorberechtigten sind zu melden). Danach durch Absagen freiwerdende Plätze werden nach der Nachrücker-Reihenfolge besetzt. Im Masters erfolgt die Besetzung durch den Turnierleiter aus dem LJEM-Turnier nach DWZ. Ein Spieler ist nur startberechtigt, wenn er sich durch Überweisung des Teilnehmerbetrages angemeldet hat. Für verspätete Überweisungen wird eine Strafgebühr von 10 Euro fällig. Nach Überschreiten des Termins zur Einladung der Nachrücker erlischt das Teilnahmerecht bei nicht erfolgter Überweisung.

4        Altersklassen

Für Turniere in der Altersklasse U18 sind nur Spieler spielberechtigt, die im laufenden Kalenderjahr das 19. Lebensjahr nicht vollenden, also höchstens 18 Jahre alt werden. Sinngemäß gilt für die U16 höchstens 16 Jahre alt, für die U14 höchstens 14 Jahre alt, für die U12 höchstens 12 Jahre alt und für die U10 höchstens 10 Jahre alt, die U8 höchstens 8 Jahre alt.

5        Meisterschaften

Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt veranstaltet – sofern im Haushalt die dafür erforderlichen Mittel bereitgestellt sind – alljährlich folgende Turniere:

  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 18, 16 und 14 Jahren (LJEMU18w,16w,14w),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 18 Jahren (LJEM U18),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 16 Jahren (LJEM U16),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 14 Jahren (LJEM U14),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 12 Jahren (LJEM U12),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 12 Jahren (LJEM U12w),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 10 Jahren (LJEM U10),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 10 Jahren (LJEM U10w),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 8 Jahren (LJEM U8),
  • Landesjugendeinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 8 Jahren (LJEM U8w),
  • Landesjugendschnellschachmeisterschaft für Jugendliche unter 15 Jahren (Supercup u15)
  • Landesjugendschnellschachmeisterschaft für Jugendliche unter 13 Jahren (Supercup u13)
  • Landesjugendschnellschachmeisterschaft für Jugendliche unter 11 Jahren (Supercup u11)
  • Landesjugendschnellschachmeisterschaft für Jugendliche unter 9 Jahren (Supercup u9)

6        Spielregeln, Auslosung

Gespielt wird nach den FIDE-Regeln. Die Auslosung bei Turnieren nach Schweizer System wird nach den Bedingungen der FIDE durchgeführt. Die Startrangliste wird nach NWZ erstellt. Im Rundenturnier erfolgt die Auslosung durch Losverfahren vor Ort. Dabei werden Vereinspaarungen in der 1. Runde gegeneinander gelost. Abweichend von den FIDE-Regeln werden die Spieler vor Rundenbeginn vom SR auf das Handyverbot hingewiesen und beim ersten unbeabsichtigten Verstoß nur ermahnt. Ein Spieler hat die Partie verloren, wenn er erst mehr als eine Stunde nach Rundenbeginn am Brett erscheint. Spieler der u8, die noch in der 1. Klasse oder jünger sind, unterliegen nicht der Schreibpflicht.

7        Schiedsrichter

Der Turnierleiter setzt für ein- oder mehrere Turniere Schiedsrichter ein. Die Schiedsrichter sind bei Jugendturnieren in besonderer Weise zur Durchsetzung von Turnierruhe und Fairplay verpflichtet. Alle Beteiligten haben sich so zu verhalten, dass eine Störung des Turnierablaufs ausgeschlossen ist. Insbesondere kann der Schiedsrichter zur Durchsetzung dieses Ziels Zuschauer oder Spieler, die ihre Partie beendet haben, aus dem Turniersaal verweisen. Es besteht für die Teilnehmer u18 Rauch- und Alkoholverbot. Die Schiedsrichter erfassen mit Ausnahme der u8 die Partien.

8        Streitfälle

Vor dem Beginn des Turniers wird ein 3-köpfiges Schiedsgericht und 2 Nachrücker gewählt. Der Turnierleiter nimmt informell an dessen Sitzung teil, sofern er nicht Beteiligter des Streitfalls ist.

9        Platzvergabe

Die LJEM u8 und u8w findet als gemeinsames Open statt. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmergrenze festlegen.

Die LJEM U12w und U10w finden jeweils als Open statt. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmergrenze festlegen.

Die LJEM U18w, 16w, 14w finden als gemeinsames Open statt. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmergrenze festlegen.

Die LJEM u18m und u16m finden als ein gemeinsames Masters-Open statt.
Bei mindestens 10 Teilnehmern in beiden Altersklassen finden getrennt
e Open statt.

Für die LJEM u18, u16, u14, u12 und u10 gilt:

  1. DSJ-Kader erhalten einen Freiplatz, Spieler, die zur DEM vorberechtigt sind, starten in einer höheren AK (genaue Festlegung durch die Leistungssportkommission).
  2. Landesmeister sind vorberechtigt, auch der Landesmeister der u8 in der u10
  3. Freiplätze werden bei besonderen Leistungen durch den Einzelspielleiter vergeben. Voraussetzung ist, dass sie die Spieler in der zu grunde liegenden DWZ- Liste eine höhere Zahl als der Durchschnitt der Besten 8 aufweisen. Weitere Plätze kann die Landestrainerin beantragen. Sie müssen von der Leistungssportkommission und dem Vorstand der LSJ genehmigt werden.

Für die LJEM u14, u12, u10 gilt weiterhin:

  1. Die verbleibenden Plätze werden anhand der DWZ-Liste durch Vorstandsbeschluss auf die Bezirke verteilt. Grundlage ist die Bezirkszugehörigkeit der ersten 20 der DWZ-Liste. (Platz 1- 20 Punkte, bis Platz 20-1 Punkt). Vorberechtigte werden gestrichen. Es wird die Punktzahl des Schachbezirks durch die Anzahl der für einen Qualifikationsplatz benötigten Punkte
    geteilt. Jeder Schachbezirk muss mindestens zwei Plätze erhalten.
  2. 4 Nachrückerplätze werden nach den bei diesem Verfahren verbliebenen Restpunkten an die Bezirkevergeben. Ist keine klare Zuordnung möglich, entscheidet der Vorstand der Landesschachjugend durch Abstimmung.
  3. Die Nachrücker u14, u12, u10, werden gemeinsam mit Talenten der Vereine zu einem Juniorsopen u14 eingeladen. Die genaue Durchführung regelt der Turnierleiter nach Meldeeingang. Fällt ein Spieler erst kurzfristig vor Ort aus, rückt abweichend von der Nachrücker-Rangfolge der nächste für diese Turniere gemeldete und anwesende Spieler nach.

Im Masters-Open werden die Landesmeistertitel u18m und u16m nur innerhalb ihrer Altersklasse vergeben. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmerobergrenze festlegen.

10    Qualifikation

Die Landesmeister u16, u14, u14w, u12, u12w, u10, u10w erhalten einen Platz für die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften (DJEM) durch die Deutsche Schachjugend. Die Plätze bei der DJEM u18, u18w und u16w werden nach der Platzierung im Masters-Open bzw. Gesamtturnier LJEM u18w, u16w, u14w vergeben. Weitere Plätze können von der Deutschen Schachjugend vergeben werden. Der Vorstand der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt beschließt über die Beantragung von Nachrückerplätzen. Die Landesmeister u8, u8w werden bei der Teilnahme an der Offenen u8 Meisterschaft in Sebnitz unterstützt. Die Leistungssportkommission beschließt unter Berücksichtigung der Ergebnisse der LJEM die Vergabe des Platzes bei der Landeseinzelmeisterschaft (LEM) der Männer.

11    Turnierspezifische Festlegungen

Rundenzahl:

In der u8 und u8w werden maximal 9 Partien gespielt.
In der u18, u16, u14, u12, u10, u18w, u16w, u14w, u12w und u10w werden maximal 7 Runden gespielt. Die weiblichen Altersklassen enden am selben Tag wie die männlichen Altersklassen.
Werden Turniere mit weniger als 7 Teilnehmern gespielt, kann das Turnier verkürzt werden.
Alle Turniere werden zur DWZ-Auswertung eingereicht.
Das Masters-Open wird zur ELO-Auswertung angemeldet und eingereicht.

Turniermodus:

Die LJEM u8 und u8w wird in einem gemeinsamen CH-System Turnier ausgetragen (bis 10 Teilnehmer im Rundenturnier).

Die LJEM u14, u12 und u10 findet als CH-System Turnier mit je 16 Teilnehmern statt.

Die LJEM u18, und u16 werden in einem (ggf. gemeinsamen) CH-System Turnier ausgetragen.

Die LJEM u12w wird in einem CH-System Turnier ausgetragen.

Die LJEM u10w wird in einem CH-System Turnier ausgetragen.

Die LJEM u18w, u16w, u14w werden in einem gemeinsamen CH-System Turnier ausgetragen.

Auf Grund niedriger Teilnehmerzahlen kann der Turnierleiter abweichende Entscheidungen treffen.

Bedenkzeiten:

u8, u8w:                1h bis zur Zeitüberschreitung

u10, u10w:               1h für 40 Züge, plus 30 Minuten bis zur Zeitüberschreitung, bei einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Partiebeginn.

u12, u12w:            1h 15 min für 40 Züge, + 15 Minuten bis zur Zeitüberschreitung, bei einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Partiebeginn.

u18, u16, u14, u18w, u16w, u14w, Juniorsopen u14:

                                      1h 30 min für 40 Züge, + 30 Minuten bis zur Zeitüberschreitung, bei einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Partiebeginn.

12    Wertung bei Punktgleichheit

Rundenturnier:

1.    Sonneborn–Berger Wertung

2.    Anzahl Siegpartien

3.    Spiel gegeneinander

4.    Doppelrundiger Blitzentscheid (nur um Qualifikationsplätze für die DJEM und den 1. Platz)

5a. (bei mehr als zwei Wertungsgleichen): höherer DWZ-Durchschnitt Gegner (nur um Qualifikationsplätze für die DJEM und den 1. Platz)

5b.  (bei zwei Wertungsgleichen): Entscheidungsblitzpartie (Armageddon) mit Bedenkzeit Weiß 6 Minuten, Schwarz 5 Minuten und weißer Siegpflicht (nur um Qualifikationsplätze für die DJEM und den 1. Platz)

CH-System-Turnier:

1.    Buchholzwertung mit einer Streichwertung

2.    Buchholz-Summe mit einer Streichwertung

3.    Anzahl Siegpartien

4.    Spiel gegeneinander

5.    Anzahl Schwarzpartien

6.    Anzahl Schwarzsiege

7.    Doppelrundiger Blitzentscheid    (nur um Qualifikationsplätze für die DJEM und den 1. Platz)

8a.  (bei mehr als zwei Wertungsgleichen): höherer DWZ-Durchschnitt Gegner (nur um Qualifikationsplätze für die DJEM und den 1. Platz)

8b.  (bei zwei Wertungsgleichen): Entscheidungsblitzpartie (Armageddon) mit Bedenkzeit Weiß 6 Minuten, Schwarz 5 Minuten und weißer Siegpflicht (nur um Qualifikationsplätze für die DJEM und den 1. Platz)

Die Landesmeister u18, u18w, u16, u16w, u14, u14w, u12, u12w, u10, u10w, u8, u8w und des Juniorsopens erhalten Pokale.

Die 3 Erstplatzierten erhalten Medaillen.

Die 3 Erstplatzierten der u18, u18w, u16, u16w, u14, u14w erhalten Geldpreise oder Gutscheine.

Alle anderen Teilnehmer erhalten einen Preis. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde.

13    Kosten und Unterkunft

Für die Organisation der Unterbringung und Zimmerzuordnung ist der Einzelspielleiter der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt verantwortlich. Bei Privatquartieren wird eine Organisationsgebühr erhoben. Alle Teilnehmer zahlen neben den von der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt festgelegten Unterkunftskosten einen Unkostenbeitrag.

14    Gesonderte Festlegungen für den Supercup

Die Landesschnellschachmeisterschaft wird in 5 Runden mit einer Bedenkzeit von 30 min in den Altersklassen u9, u11, u13 und u15 ausgetragen. Für den Supercup qualifizieren sich 6 Spieler, je die zwei Erstplatzierten des Anhalt-, Südharz- und Altmark-Börde-Cups. Die Veranstalter organisieren diese Turnierserien eigenständig und melden zum festgesetzten Termin vor dem Supercuptermin ihre Gesamtwertungen an den Einzelspielleiter der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt.

Die Nachrücker-Reihenfolge wird im Vergleich der Turnierserien nach folgenden Punkten festgelegt:

  1. Erreichte Gesamtpunkte (beste 3 Turniere)
  2. 2. erreichte Siege
  3. Platzziffer

Daher müssen die Turnierserien einheitlich mit 3 gewerteten Turnieren und 7 Runden in der u9 sowie 5 Runden in der u11, u13 und u15 ausgetragen werden oder auf die Nachrückerplätze wird verzichtet.

Es gilt folgende Wertung:

  1. Sonneborn–Berger,
  2. Anzahl Siegpartien,
  3. Spiel gegeneinander,
  4. Zwei Blitzpartien (nur um Platz 1),
  5. Blitz bis zur Entscheidung.

Die Landesmeister erhalten einen Pokal. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde. Es wird kein Startgeld erhoben.

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigrößeErstellt
Diese Datei herunterladen (2019-05-18_LSJ-Turnierordnung_LJEM.pdf)2019-05-18_LSJ-Turnierordnung_LJEM.pdf 725 kB14.06.2019 21:10

Jugendordnung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (JO_LSJ)

(Stand: 18.05.2019)

Inhaltsverzeichnis

§ 1         Name und Wesen. 1

§ 2         Ziele und Aufgaben. 1

§ 3         Mitgliedschaft. 2

§ 4         Finanzierung. 2

§ 5         Organe der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt. 3

§ 6         Die Jugendversammlung. 3

§ 7         Der Vorstand. 4

§ 8         Leistungssportkommission. 5

§ 9         Arbeitsgruppen, Kommissionen und Beauftragte. 5

§ 10      Wahlen. 6

§ 11      Aufzeichnungspflicht. 6

§ 12      Geschäftsführung. 6

§ 13      Kassenprüfung. 6

§ 14      Geschäftsjahr und Wettkampfjahr. 7

§ 15      Salvatorische Klausel und Schlussbestimmungen. 7

§ 16      Inkrafttreten. 7

Präambel

Die Jugendordnung (JO_LSJ) der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt regelt die Belange, die die Organisation und die Verwaltung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (LSJ) betreffen.

§ 1   Name und Wesen

Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (LSJ) ist die freie Vereinigung der Jugendlichen der Mitgliedsorganisationen des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V. (LSV).

§ 2   Ziele und Aufgaben

2.1   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt hat das Ziel, das Schachspiel als sportliche Disziplin und kulturelle Bereicherung zu pflegen, junge Menschen in der Gemeinschaft zu erziehen sowie ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten.

2.2   Die Landesschachjugend bekennt sich zu den Grundsätzen und Ordnungen der Deutschen Schachjugend und der Sportjugend im LandesSportBund Sachsen-Anhalt e.V.

2.3   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt engagiert sich für einen dopingfreien Sport und fördert das Fairplay.

2.4   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt fördert die sportlichen und geselligen Formen zur sinnvollen Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen.

2.5   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt berücksichtigt bei ihrem Wirken, dass das Schachspiel als sportliche und kulturelle Disziplin geeignet ist, die geistigen und charakterlichen Eigenschaften der Jugendlichen zu fördern und im besonderen Maße zur Bildung beiträgt.

2.6   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt pflegt die sportliche Kameradschaft, die internationale Verständigung und die persönliche Begegnung der Jugendlichen.

2.7   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt unterstützt das Bemühen, Schachunterricht an den Schulen einzurichten und zu geben, weil das Schachspiel die Logik, die Objektivität, die Ausdauer und den Kampfgeist fördert, die Konzentrationsfähigkeit, den Willen und das Selbstvertrauen stärken kann.

2.8   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt entwickelt unterschiedliche Formen des Breiten- und Freizeitschachs und fördert talentierte Kinder und Jugendliche.

§ 3   Mitgliedschaft

Zur Landesschachjugend Sachsen-Anhalt gehören

                     a)   Jugendliche der Mitgliedsorganisationen des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V.
                     b)   Jugendleiter, -betreuer, -trainer udn andere für die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt tätige Mitarbeiter
                     c)   Vertreter der Schachjugenden der Bezirke Halle, Dessau, Magdeburg.

3.1   Jugendlich im Sinne dieser Ordnung und der daraus abgeleiteten Ordnungen der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt ist, wer zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

3.2   Die Vorstandsmitglieder der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt, die Mitglieder ihrer Kommissionen oder Arbeitsgruppen, Ausschüsse sowie Beauftragte der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt zählen zur Landesschachjugend Sachsen-Anhalt kraft Amtes.

§ 4   Finanzierung

4.1   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt erhält nach Vorlage ihres Haushaltsvoranschlages einen jährlich neu festzulegenden Betrag vom Landesschachverband Sachsen-Anhalt e.V. der den Vorhaben der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt und den Möglichkeiten des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V. angemessen ist.
Über die Verwendung der Haushaltsmittel entscheidet die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt eigenständig.

4.2   Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden keinen Anspruch auf das Vermögen der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt.

4.3   Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Mitteln der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt.

§ 5   Organe der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt

Organe der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt sind:

  1. die Jugendversammlung
  2. der Vorstand
  3. die Leistungssportkommission
  4. weitere Kommissionen zur Bearbeitung von Sonderaufgaben.

§ 6   Die Jugendversammlung

6.1   Die Jugendversammlung ist das höchste Gremium der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt.

6.2   Die Jugendversammlung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt besteht aus den Delegierten der Schachjugenden der Schachbezirke Halle, Dessau, Magdeburg sowie dem Vorstand.

6.3   Aufgaben der Jugendversammlung sind:

  • Bestimmung der Richtlinien für die Tätigkeit des Vorstandes,
  • Beratung über die Berichte des Vorstandes, seiner Kommissionen, Beauftragten und des Kassenprüfers,
  • Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes und des Kassenprüfers,
  • Beratung und Beschlussfassung über vorliegende Anträge und den Jahreshaushalt.
  • die Wahl des Vorstandes
  • die Wahl des Kassenprüfers.

6.4   Die ordentliche Jugendversammlung findet alle zwei Jahre im ungeraden Kalenderjahr im 1. Halbjahr statt. Die Einberufung hat mit Angabe der Tagesordnung und des Termins mindestens acht Wochen vorher zu erfolgen.

6.5   Der Vorstand kann eine außerordentliche Jugendversammlung einberufen. Er ist dazu verpflichtet, wenn es mindestens zehn Vereine mit jugendlichen Mitgliedern verlangen. Die außerordentliche Jugendversammlung muss innerhalb von acht Wochen einberufen werden, innerhalb von vier Wochen nach Beantragung muss die Tagesordnung bekannt gegeben werden

6.6   Jede ordnungsgemäß einberufene Jugendversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Vertreter beschlussfähig.

6.7   Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit entschieden. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

6.8   Beschlussfassungen zur Jugendordnung bedürfen einer Zweidrittelmehrheit.

6.9   Stimmberechtigt sind

  • die Mitglieder des Vorstandes (außer bei Entlastung) und
  • je 10 Delegierte der Schachbezirke Dessau, Halle und Magdeburg

Einer der Delegierten jedes Schachbezirkes muss Jugendlicher im Sinne dieser Ordnung sein und das 14. Lebensjahr vollendet haben.
Je Verein dürfen maximal drei Vertreter den Schachbezirk als Delegierte vertreten.
Jeder Delegierte und jedes Vorstandsmitglied haben eine Stimme.
Hat ein Schachbezirk keinen jugendlichen Delegierten in seinen Reihen, wird die Zahl der Stimmberechtigten für diesen Schachbezirk halbiert.

6.10   Anträge für die Tagesordnung müssen spätestens fünf Wochen vor der Jugendversammlung bzw. drei Wochen vor der außerordentlichen mit schriftlicher Begründung beim Vorsitzenden eingereicht werden. Der Inhalt ist den Bezirken, Kreisen und Vereinen vier bzw. zwei Wochen vor der Jugend- bzw. außerordentlichen Jugendversammlung mitzuteilen.

6.11   Die Jugendversammlung kann nur über ordnungsgemäß eingereichte Anträge beraten und beschließen.
Dringende Anträge können zur Beratung und Beschlussfassung in der Jugendversammlung zugelassen werden, wenn sie spätestens zwei Wochen vor der Jugendversammlung schriftlich eingegangen sind und sich die Anwesenden mit Zweidrittelmehrheit dafür entscheiden.
Später eingereichte oder während der Jugendversammlung formulierte Anträte sowie dringende Anträge zur Änderung der Jugendordnung sind nicht zulässig. Die Abänderung eines fristgerecht eingereichten Antrages nach der Diskussion im Sinne der Konkretisierung ist erlaubt.

6.12   Voraussetzung für die Stimmberechtigung der Delegierten ist, dass der von ihnen vertretene Verein seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Landesschachverband Sachsen-Anhalt e.V. nachgekommen ist.

§ 7   Die Vorstand

7.1   Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

  • dem Vorsitzenden der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt
  • dem stellvertretenden Vorsitzenden,
  • dem Referenten für Leistungsschach,
  • dem Finanzwart,
  • dem Einzelspielleiter,
  • dem Mannschaftsspielleiter,
  • dem Schulschach-Referenten,
  • dem Referenten für Mädchenschach,
  • dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit,
  • dem Referenten für Freizeit- und Breitenschach,
  • dem Webmaster und
  • zwei Jugendsprechern.

Die Zusammenlegung von zwei Vorstandsämtern ist, mit Ausnahme des Vorsitzenden und Stellvertreters, möglich.

7.2   Das Amt des eines Jugensprechers kann nur durch einen Jugendlichen im Sinne dieser Ordnung besetzt werden. Voraussetzung für die Wählbarkeit als Jugensprecher ist die Vollendung des 14. Lebensjahres. Die Wiederwahl ist möglich.

7.3   Wird ein Vorstandsamt frei, ist der Vorstand berechtigt, bis zur nächsten Jugendversammlung das Amt neu zu besetzen. Bei einer notwendigen Neuwahl wählt die außerordentliche Jugendversammlung das Mitglied des Vorstandes nur für die Restamtszeit.

7.4   Der Vorsitzende vertritt die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt im Hauptausschuss des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V als Jugendwart, und bei den Sitzungen des Präsidiums. Im Verhinderungsfalle nimmt diese Aufgaben der Stellvertreter oder im Auftrag des Vorstandes ein anderes Mitglied des Vorstandes wahr.

7.5   Zwischen den Jugendversammlungen ist der Vorstand für alle Angelegenheiten der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt zuständig. Der Vorstand erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der Satzung des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V., dieser Jugendordnung und der Beschlüsse der Jugendversammlung.

7.6   Jedes Mitglied des Vorstandes hat in den Sitzungen eine Stimme. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt, bei dessen Abwesenheit die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden.

7.7   Der Vorsitzende beruft nach Bedarf Sitzungen des Vorstandes ein. Er muss eine Sitzung einberufen, wenn dies 3 Vorstandsmitglieder unter Angabe der Gründe verlangen.

7.8   Die Einberufung des Vorstandes hat mit Angabe der Tagesordnung mit zweiwöchiger Frist zu erfolgen. Die Beschlussfähigkeit ist bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der im Amt befindlichen der Vorstandsmitglieder gegeben. Bei Zustimmung aller Mitglieder des Vorstandes können Beschlüsse auch im Umlaufverfahren ergehen.

7.9   Der Vorstand ist gehalten, Mitgliedern der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt die Teilnahme an Vorstandssitzungen zu ermöglichen. Der Vorstand hat das Recht, nicht stimmberechtigte Mitglieder der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt für besondere Aufgaben im Sinne dieser Jugendordnung heranzuziehen und Gäste um Rat zu befragen.

§ 8   Leistungssportkommission

8.1   Die Leistungssportkommission ist für alle Belange des Leistungssports einschließlich des Einsatzes der für den Leistungssport zur Verfügung stehenden Mittel zuständig. Sie benennt die D1-D4 Kader des LandesSchachVerbandes Sachsen-Anhalt e.V. und fördert diese.
Grundlage für ihre Arbeit ist die Leistungssportkonzeption in der jeweils aktuellsten Fassung.

8.2   Der Leistungssportkommission gehören an:

  • der Referent für Leistungssport (Vorsitzender der Kommission
  • der Landestrainer
  • der Vorsitzende der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt oder dessen Stellvertreter
  • der Einzelspielleiter der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt
  • ein Vertreter der Trainer

und beratend

  • der Geschäftsführer I des LandesSchachVerbandes Sachsen-Anhalt e.V.

8.3   Der Vertreter der Trainer wird auf der Jugendversammlung für zwei Jahre gewählt.

§ 9   Arbeitsgruppen, Kommissionen und Beauftragte

9.1   Die Jugendversammlung und der Vorstand sind jeweils berechtigt Arbeitsgruppen, Kommissionen und Beauftragte für besondere Aufgaben einzusetzen, deren Aufgabengebiete zu benennen sind.

9.2   Die Tätigkeiten der Arbeitsgruppen und Beauftragten kann entsprechend ihrer Aufgabenstellung zeitlich befristet werden.

9.3   Die Leitung der Arbeitsgruppen obliegt dem vom Jugendvorstand gewählten Leiter.

9.4   Die Arbeitsgruppen organisieren sich selbständig im Rahmen der Ordnungsbestimmungen und Beschlüsse des Vorstandes der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt.

9.5   Die/der DWZ-Beauftragte/r ist für die DWZ-Auswertungen der Jugendturniere auf Landesebene

  • Landesjugendeinzelmeisterschaften
  • Landesjugendmannschaftsmeisterschaften zuständig.

Andere Jugendturniere auf Bezirksebene obliegen der Zuständigkeit der DWZ-Referenten der Schachbezirke.

§ 10  Wahlen

10.1   Die Jugendversammlung wählt den Vorstand für zwei Jahre.

10.2   Die Jugendsprecher werden nur durch die anwesenden wahlberechtigten Jugendlichen der Jugendversammlung gewählt.

10.3   Auf Antrag von fünf Delegierten der Jugendversammlung wird bei Wahlen geheim abgestimmt.

10.4   Nichtanwesende können nur gewählt werden, wenn sie vorher schriftlich erklärt haben, das Amt anzunehmen.

§ 11  Aufzeichnungspflicht

11.1   Alle Organe der LSJ fertigen über ihre Beratungen Protokolle an, die namentlich Auskunft über die Sitzungsteilnehmer geben, sowie Anträge und Entscheidungen nebst jeweiligem Abstimmungsergebnis erkennen lassen.

11.2   Die Protokolle sind vom Vorsitzenden der LSJ (bzw. dessen Stellvertreter) bzw. dem jeweiligen Vorsitzenden des Gremiums und vom Protokollführer zu unterzeichnen.

11.3   Die Protokolle sind in der nächsten Beratung zu bestätigen. Eine Beschlusskontrolle findet statt.

11.4   Die Geschäftsordnung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (GO_LSJ) findet in allen Gremien entsprechende Anwendung.

11.5   Die Originale der Protokolle werden in der Geschäftsstelle des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V. hinterlegt.

§ 12   Geschäftsführung

12.1   Zur Regelung der anstehenden Aufgaben gibt sich die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt

  • eine Geschäftsordnung
  • eine Turnierordnung betreffend Landesjugendmannschaftsmeisterschaften (TO_LJMM) und
  • eine Turnierordnung betreffend Landesjugendeinzelmeisterschaften (TO_LJEM).

12.2   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt orientiert sich an der Finanzordnung des LandesSchachVerbandes Sachsen-Anhalt e.V.

12.3   Die Landesschachjugend Sachsen-Anhalt kann sich für die Durchführung ihrer Aufgaben weitere Ordnungen geben.

§ 13   Kassenprüfung

Die Kassenprüfung wird durch den Kassenprüfer der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt und durch den Schatzmeister des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V. vorgenommen.
Sie sind verpflichtet, vor der Jugendversammlung die Kasse und die Buchführung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt auf ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit zu prüfen und rechtzeitig Bericht zu erstatten.
Der Kassenprüfer der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt muss bei einer Wiederwahl mindestens für zwei Jahre in dieser Funktion pausiert haben.

§ 14   Geschäftsjahr und Wettkampfjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Wettkampfjahr ist von September bis August festgelegt.
Ausnahmen regelt die jeweilige Turnierordnung.

§ 15   Salvatorische Klausel und Schlussbestimmungen

In allen Angelegenheiten, die in dieser Jugendordnung oder hieraus abgeleiteten Ordnung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt nicht abschließend geregelt sind, ist der Satzung des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und der Jugendordnung der Deutschen Schachjugend (DSJ) zu folgen.

Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam oder undurchführbar sein oder unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit der Ordnung im Übrigen unberührt.

An Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der Zielsetzung am nächsten kommen. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich diese Ordnung als lückenhaft erweist.

§ 16   Inkrafttreten

Diese Jugendordnung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt wurde durch die Jugendversammlung am 12. März 2017 verabschiedet und in Kraft gesetzt.
Die letzte Änderung wurde durch Beschlüsse der Jugendversammlung 2019 vorgenommen.

 

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigrößeErstellt
Diese Datei herunterladen (2019-05-18_LSJ-Jugendordnung.pdf)2019-05-18_LSJ-Jugendordnung.pdf 591 kB20.05.2019 19:59

Sitzungs- und Geschäftsordnung der Landesschachjugend

Sachsen-Anhalt (GO_LSJ)

 

Stand: 18.05.2019

Inhaltsverzeichnis

Teil A – Vorstandssitzungen. 1

  1          Zusammensetzung des Vorstandes
  2          Öffentlichkeit der Vorstandssitzungen. 1

Teil B – Jugendversammlung. 2

  3          Zusammensetzung der Jugendversammlung
. 2


  4          Öffentlichkeit. 2

Teil C – Allgemeines. 2

  5          Versammlungsleitung, Protokollführung
. 2

  6          Eröffnung, Tagesordnung
  7          Redeordnung
  8          Anträge zur Geschäftsordnung. 3

  9          Persönliche Erklärungen
10          Abstimmungen
11          Wahlen
12          Inkrafttreten. 4

Zur Regelung der Arbeit der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (LSJ) gibt sich die LSJ entsprechend der Jugendordnung (JO_LSJ) nachfolgende Geschäftsordnung.

Für nicht in dieser Geschäftsordnung aufgeführte Fälle ist die Sitzungs- und Geschäftsordnung des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt e.V. bindend.

Teil A – Vorstandssitzungen

1        Zusammensetzung des Vorstandes

1.1.  Der Vorstand der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt sollte Vertreter aus allen drei Schachbezirken enthalten. Alle drei Schachbezirke sollten durch Entsendung interessierter Schachfreunde im Vorstand vertreten sein

1.2   Die Zusammensetzung (Funktionen) des Vorstandes der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt regelt die Jugendordnung der LSJ.

1.3   Der Vorstand der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt wird durch die Jugendversammlung gewählt.

2        Öffentlichkeit der Vorstandssitzungen

2.1   Der Vorstand ist gehalten, Mitgliedern des LSV die Teilnahme an Vorstandssitzungen zu ermöglichen.

2.2  Die Vorstandssitzungen finden in der Regel öffentlich statt.

2.3  Der Vorstand kann die Öffentlichkeit durch Beschluss ausschließen.

Teil B – Jugendversammlung

3        Zusammensetzung der Jugendversammlung

3.1   Die Jugendversammlung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt besteht aus den Delegierten der Schachbezirke und dem Vorstand.

3.2   Neben dem Vorstand sind je Schachbezirk 10 Delegierte bei der Jugendversammlung stimmberechtigt.

3.3   Die Delegierten der Schachbezirke sind dem Vorsitzenden der Landesschachjugend möglichst vier Wochen vor der Versammlung namentlich zu benennen.

3.4   Alle Teilnehmer der Jugendversammlung sind verpflichtet, sich vor dem Beginn der Jugendversammlung registrieren zu lassen.

3.5   Die Vorstandsmitglieder und Delegierten der Schachbezirke erhalten bei der Registrierung Stimmkarten bzw. Stimmzettel.

4        Öffentlichkei

4.1   Die Jugendversammlung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt tagt öffentlich.

4.2   Die Vorbereitungen sind so zu treffen, dass Interessierte Zugang finden und eine eindeutige räumliche Trennung zwischen den stimmberechtigten Mitgliedern des Vorstandes, den Delegierten der Schachbezirke, eingeladenen Gästen und der Öffentlichkeit ersichtlich ist.

4.3   Die Jugendversammlung kann die Öffentlichkeit durch Beschluss ausschließen.

Teil C – Allgemeines

5        Versammlungsleitung, Protokollführung

5.1   Der Vorsitzende der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt, im Falle seiner Verhinderung, sein Stellvertreter oder ein anderes Vorstandsmitglied leitet die Jugendversammlung. Der Versammlungsleiter ist berechtigt, die Leitung der Versammlung auf ein anderes Mitglied der Versammlung oder einen externen Beauftragten zu übertragen.

5.2   Die Jugendversammlung bestimmt zu Beginn den Protokollführer und den Führer der Rednerliste.

5.3   Die Punkte 5.1 und 5.2 gelten analog auch für Vorstandssitzungen. Bei Vorstandssitzungen wird auf die Führung einer Rednerliste verzichtet. Der Versammlungsleiter erteilt hier das Wort.

6        Eröffnung, Tagesordnung

6.1   Der Versammlungsleiter eröffnet die Jugendversammlung mit der Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung nach § 6.4 der Jugendordnung und benennt die Anzahl der Stimmberechtigten.

6.2   Sodann wird nach der Reihenfolge der Tagesordnung beraten. Die Jugendversammlung kann die vorgeschlagene Tagesordnung durch Beschluss ändern und umstellen.

6.3   Die Punkte 6.1 und 6.2 gelten analog auch für Vorstandssitzungen.

7        Redeordnung

7.1   Der Versammlungsleiter ruft jeden Tagesordnungspunkt auf und erteilt zu Beginn auf Antrag dem Berichterstatter oder Antragsteller das Wort. Enthält ein Tagesordnungspunkt eine Vielzahl von Beratungspunkten, werden diese getrennt aufgerufen und verhandelt.

7.2   Weitere Wortmeldungen werden durch Handzeichen angezeigt und in einer Rednerliste eingetragen, die der Rednerlistenbeauftragte führt. Der Versammlungsleiter erteilt das Wort nach dieser Rednerliste; er kann davon abweichen, wenn das für den Fortgang der Aussprache sachdienlich erscheint.

7.3   Nachdem die Rednerliste erschöpft ist oder auf entsprechenden Geschäftsordnungsbeschluss schließt der Versammlungsleiter die Aussprache.

7.4   Die Aussprache soll vorrangig zwischen den Mitgliedern der Jugendversammlung geführt werden. Der Versammlungsleiter kann auch Funktionsträgern des Landesschachverbandes, die nicht Mitglied der Jugendversammlung sind, und eingeladenen Gästen das Wort erteilen. Andere im Rahmen der Öffentlichkeit Anwesende können das Wort nur erhalten, wenn die Jugendversammlung einverstanden ist.

7.5  Der Versammlungsleiter kann die Redezeit zu einem Beratungspunkt mit Zustimmung der Jugendversammlung beschränken. Überschreitet ein Redner diese Redezeit, so kann ihm der Versammlungsleiter nach einmaliger Mahnung das Wort entziehen. Er muss danach seine Rede unverzüglich abbrechen und kann nicht erneut das Wort zu diesem Beratungspunkt erhalten.

7.6   Der Versammlungsleiter kann Redner, die vom Beratungspunkt abschweifen, zur Sache aufrufen. Verletzt ein Teilnehmer die Ordnung, ruft der Versammlungsleiter zur Ordnung auf. Nach zweimaligem Aufruf zur Sache oder zur Ordnung kann der Versammlungsleiter dem Redner das Wort entziehen. Dieser muss damit seine Rede abbrechen und kann nicht erneut das Wort zu diesem Beratungspunkt erhalten.

7.7   Bei grober Verletzung der Ordnung kann der Versammlungsleiter den Verursacher von der Jugendversammlung ausschließen. Der Teilnehmer muss in diesem Falle den Tagungsraum verlassen. Kommt der Betroffene der Aufforderung nicht nach, ist die Jugendversammlung zu unterbrechen, bis die Ordnung wieder hergestellt ist.

7.8   Die Punkte 7.1 bis 7.7 gelten analog auch für Vorstandssitzungen.

8        Anträge zur Geschäftsordnung

8.1   Die Mitglieder der Jugendversammlung sind berechtigt, Anträge zur Geschäftsordnung zu stellen, insbesondere Anträge

  • auf Schluss der Rednerliste,
  • auf Schluss der Aussprache,
  • auf Vertagung des Tagesordnungspunktes auf die nächste Jugendversammlung,
  • auf Nichtbefassung mit einem Antrag,
  • auf Unterbrechung der Jugendversammlung,
  • auf Ausschluss der Öffentlichkeit.

8.2    Der Antrag ist kurz zu begründen.

8.3   Voraussetzung ist, dass der Antragsteller zu dem verhandelten Beratungspunkt nicht gesprochen hat; ausgenommen sind Geschäftsordnungsanträge im Abstimmungsverfahren

8.4   Der Versammlungsleiter muss Wortmeldungen zur Geschäftsordnung vor weiteren Wortmeldungen zur Sache aufrufen. Er darf jedoch eine Rede deswegen nicht unterbrechen. Er gibt die Rednerliste bekannt und erteilt, falls gewünscht, das Wort zu einer Gegenrede, die gleichfalls kurz zu halten ist. Sofort danach ist über den Antrag zur Geschäftsordnung abzustimmen.

8.5    Die Punkte 8.1 bis 8.4 gelten analog auch für Vorstandssitzungen.

9        Persönliche Erklärungen

9.1   Wird das Wort zu einer persönlichen Erklärung gewünscht, stellt der Versammlungsleiter die Wortmeldung bis zum Abschuss des Beratungspunktes zurück. Eine persönliche Erklärung ist auf längstens fünf Minuten beschränkt.

9.2   Zu einer persönlichen Erklärung findet keine weitere Aussprache statt.

10    Abstimmungen

10.1  Die Antragsteller sind berechtigt, ihre Anträge vor der Abstimmung abzuändern. Die anderen Mitglieder der Jugendversammlung können Änderungsanträge zu den Anträgen stellen. Neue Anträge sind unzulässig.

10.2  Vor Beginn der Abstimmung ist es zulässig, Geschäftsordnungsanträge auf Teilung eines Antrages zu stellen. Beschließt die Jugendversammlung die Teilung, wird über jeden Teil getrennt abgestimmt.

10.3  Liegen mehrere Anträge über den gleichen Gegenstand vor, wird zunächst über den weitestgehenden Antrag abgestimmt, die Reihenfolge bestimmt insoweit der Versammlungsleiter. Es ist zulässig, einen Geschäftsordnungsantrag auf eine andere Reihenfolge zu stellen.

10.4  Enthält ein Antrag eine Vielzahl von Beratungspunkten, die nach Nr. 5 Absatz 1 getrennt verhandelt werden, so wird zu jedem Beratungspunkt abgestimmt.

10.5  Auf Geschäftsordnungsantrag eines stimmberechtigten Mitgliedes der Jugendversammlung ist geheim oder namentlich abzustimmen, wenn dieser Antrag von mindestens 1/3 der Versammlung unterstützt wird.

10.6.  Bei offenen Abstimmungen werden grundsätzlich zunächst die JA-Stimmen, dann die Nein-Stimmen und zuletzt die Stimmenthaltungen festgestellt.

10.7  Für geheime Abstimmungen sind Stimmzettel vorzubereiten, die Manipulationen verhindern und durch eine geeignete Blockung der Stimmenzahl eine schnelle Auszählung ermöglichen, ohne dass das Abstimmungsgeheimnis verletzt wird.

10.8  Bei namentlichen Abstimmungen verliest der Protokollführer die Namen der Stimmberechtigten mit der Stimmenzahl, die ihre Entscheidung mit „JA“, „NEIN“ oder „Enthaltung“ zu Protokoll geben. Wird festgestellt, dass nicht alle stimmberechtigten Mitglieder der Jugendversammlung anwesend sind, wird ein zweiter Aufruf der Abwesenden vorgenommen. Sodann wird die Abstimmung vom Versammlungsleiter geschlossen.

10.9  Unmittelbar nach der Auszählung der Abstimmung gibt der Versammlungsleiter das Ergebnis bekannt.

10.10  Die Punkte 10.1 bis 10.9 gelten analog auch für Vorstandssitzungen.

11    Wahlen

11.1  Enthält die Tagesordnung Wahlen, ist zu Beginn eine Zählkommission zu wählen.

11.2  Für Wahlen gelten die Punkte 10.6 bis 10.9 entsprechend.

12    Inkrafttreten

Die Sitzungs- und Geschäftsordnung der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt tritt am 12.03.2017 in Kraft und wurde zuletzt durch Beschluss der Jugendversammlung vom 18.05.2019 geändert.

 

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigrößeErstellt
Diese Datei herunterladen (2019-05-18_LSJ-Geschäftsordnung.pdf)2019-05-18_LSJ-Geschäftsordnung.pdf 587 kB20.05.2019 18:26

Norddeutsche Vereinsmeisterschaft 2019

Deutschlandcup 2019

Event Qualiturnier

 

 

lotto toto

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok